Neues Jahr, neue Themen. Rückblickend auf den letzten Artikel möchte ich einen Blick auf das bereits erwähnte Endocannabinoid-System werfen.

Das Endocannabinoid-System (ECS) kommt bei allen Lebewesen mit zentralem Nervensystem  vor. Es ist ein komplexes System der Zellsignalisierung und regelt viele körperliche Funktionen, so z.B. Hormonspiegel, Schlaf oder Stimmung. Außerdem ist das ECS immer aktiv, d.h. auch ohne die Einnahme von Cannabis-Produkten.

Das ECS ist wichtig für die Homöostase. Gerät der Organismus aus dem Gleichgewicht, z.B. durch Stress oder Krankheit, greift das ECS ein um den Körper zu unterstützen wieder in Balance zu kommen.

Auch hier ist zu sagen, dass das ECS noch weitergehend erforscht werden muss, in Bezug auf die genaue Regelung welcher körperlichen Funktionen.

Im Körper befinden sich Cannabinoid-Rezeptoren. Sie werden in zwei Gruppen unterteilt.

Die Typ-1-Rezeptoren befinden sich hauptsächlich im zentralen Nervensystem (ZNS). Gerade bei neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer wird immer wieder untersucht, wie Cannabinoide wirken.

Die Typ-2-Rezeptoren kommen im Verdauungs,- Immun,- und Fortpflanzungssystem vor. Ebenfalls kann man sie in den Knochen, der Haut, der Lunge oder sogar den Augen finden. Hier kann man Cannabinoide bei Krankheiten, die die genannten Körperteile betreffen, anwenden.

Nachweislich stellt der Körper Endocannabinoide her, die an den genannten Rezeptoren andocken, ohne dass Cannabinoide von außen zugeführt werden müssen.

Mehr zu endogenen Cannabinoiden und ihrer Wirkungsweise erzähle ich im nächsten Artikel.

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