Zurück zu den Endocannabinoiden. Diese sind Cannabinoid -ähnliche Substanzen, die vom Körper selbst gebildet werden. Chemisch gesehen sind es Fettsäuren , die aus Membrankomponenten hergestellt werden. Sie werden durch Enzyme modifiziert.

Bekannt sind zwei Endocannabinoide: Anandamid und 2-Arachidonylglycerol. Beide sind Verwandte der Arachidonsäure. Zur Erklärung: Arachidonsäure ist eine ungesättigte Omega-6-Fettsäure. Sie kommt vor allem in tierischen Produkten, wie Innereien oder Butter vor. Daneben ist sie an entzündlichen Prozessen im Organismus beteiligt.

Endocannabinoide sind dort verstärkt vorhanden, wo Neuronen aktiv sind. Die Neuronenaktivität synnthetisiert den Auf- und Abbau der Endocannabinoide. Außerdem wirken sie nicht vorwärtsgerichtet wie normale Neurotransmitter (wie z.B. Dopamin) in den Synapsen der Gehirns, sondern rückwärtsgerichtet und wirken so wie eine Bremse. Das passiert nur dort, wo die Neurotransmission sehr stark ist, d.h. das Gehirn wird so vor Überaktivität geschützt. Hier bringe ich wieder den Begriff der Homöostase ins Spiel. Endocannabinoide halten so die Aktivität der Neurotransmission im Gehirn im Gleichgewicht.