Wir bleiben bei Cannabis, welches  noch nicht erschöpfend ganzheitlich behandelt worden ist. Terpene sind ein interessantes Thema, gerade für die medizinische Seite von Cannabis. Auch hier kann man wieder diverse Quellen bemühen und wird über die Zusammenhänge informiert.

Ich versuche eine Zusammenfassung in eigenen Worten:

Terpene sind sekundäre Pflanzenstoffe, die sich vor allem an Geruch und Geschmack bemerkbar machen. Chemisch zählen sie zu den Kohlenwasserstoffen. In einem Netzwerk wie z.B einen Wald, kommunizieren Pflanzen über die Ausschüttung dieser Stoffe untereinender, aber auch mit Insekten oder anderen Tieren.

Die Erforschung der Terpene ist noch nicht abgeschlossen, es ist aber unbestritten, dass sie einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben.

Bereits Ende des 18. Jahrhunderts forschte Otto Wallach daran, die ersten Terpene zu darzustellen. Ihren Namen erhielten sie von August Kekulé, der diese von dem Baumharz Terpentin ableitete.

Sechs Terpene kristallisieren sich heraus, die stark wahrnehmbar sind und verschiedene Vorgänge im Körper aktivieren. Diese heißen: 

Myrcene (herb, Moschus)
Diese Stoffgruppe wirkt entspannend und verstärkt synergetisch den psychoaktiven Effekt von THC. Außerdem wirkt sie entzündungshemmend, keimreduzierend und pilzhemmend. 

Weiter die Limonene (Zitrus):
Diese Terpengruppe hellt die Stimmung auf und reduziert Stress. Dies wirkt sich positiv auf Depressions- und Angsterkrankungen aus. Sie wirken ebenfalls pilzhemmend und regulierend auf die Magensäure. 

Die Caryophyllene (Pfeffer, würzig) sind ein natürliches Antioxidationsmittel, lindern Schlaflosigkeit, wirken auch entzündungshemmend, schmerzlindernd und krampflösend.

Weiterhin die Pinene (pikant, Kiefer) verbessern das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit. Sie haben eine positive Wirkung auf Entzündungen und Bronchialerkrankungen wie Asthma. 

Linalool (blumig) wirkt entspannend und sedierend, was sich positiv auf den Schlaf und Stress auswirkt. Es fungiert als Antidepressivum, ist angstlösend, schmerzlindernd und krampflösend. 

Zu guter letzt das Terpen Humulene (holzig, erdig) lindert den Appetit und wirkt, wie die meisten anderen genannten Stoffgruppen ebenfalls entzündungshemmend, keimreduzierend und schmerzlindernd. 

Der Entourage-Effekt ist das Zusammenspiel von Terpenen und Cannabinoiden. Auch dieser Effekt wird erst seit Anfang der achtziger Jahre genauer wissenschaftlich untersucht. Die Wirkung von Cannabinoiden kann also mittels Terpenen abgeschwächt oder verstärkt werden und  somit unterschiedlich auf das Endocannabinoid-System des Körpers wirken. Ich würde diese Wirkungsweise als homöostatisch beschreiben.

Weiteres zum Endocannabinoid-System in einem folgenden Artikel.